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Ferdi ist tot. Am 30. September 2008 wurde es
uns bekannt gemacht, und ich kann es kaum noch fassen. Ferdi, der
unerbittliche Vorkämpfer Männer im Rock und Kilt ist nicht mehr unter uns.
1938 wurde er geboren, und er war damit älter, als ich es mir
vorstellt hatte.
Ich bin Ferdi nie begegnet. Und doch war er wie ein Freund, denn
acht Jahre lang habe ich seine Berichte gelesen, und er
schrieb und schrieb, und er schrieb gut, obwohl ich nicht immer mit
ihm einig war.
In dieser Weise habe ich ihn gekannt. Und ich habe ehrlich über seinen Tod
geweint. Denn warum sollten auch nicht Männer weinen können?
Am 25. und 26. September war ich in Köln, und ich
habe in diesen Tagen mehrmals gedacht, ich möchte gerne Ferdi
treffen, hatte er doch mehrmals meine Homepages gelobt und mich
deshalb irgendwie kennen müsse.
Ich kannte aber weder seine Anschrift, noch seine Telefonnummer,
wusste nur, dass er außerhalb von Bonn wohnte, dreißig Kilometer
von Köln entfernt. Aber wie es sich zeigte, war das für eine
Begegnung schon zu spät gewesen, denn Ferdi starb am 11. September
im Krankenhaus. Geschieden
und mit nur wenig Kontakt zu seiner Familie, wie er selbst mal
schrieb, solle er jahrelang gelebt
haben.
Vorher hatte er in seiner Wohnung einen Schlaganfall gehabt und hat
vermutlich mehrere Tage gelebt,
ohne etwas zu können, nicht mal um Hilfe schreien. Hat er sich noch
Gedanken machen können? Ob das alles sich nun auch gelohnt hätte?
Trauriger kann ein Leben kaum zu Ende gehen.
Ich werde Ferdi und seine Berichte tief vermissen.
Ich bin Kiltträger, er liebte den Rock aus der Frauenabteilung,
war aber allen Richtungen der Nicht-Hose tolerant gegenüber. Nur die
Hose wollte er nicht.
Und ist es letztendlich auch nicht das, worüber es
geht; dass Männer eine
Alternative zur Hose bekommen?
Keiner im deutschsprachigen Raum hat so viel für die Verbreitung
und Akzeptanz der Nicht-Hose am Mann bedeutet wie Ferdi. Ferdi, der
nun tot ist. |