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Kilt-Etiquette und so was


Nach Jahrzehnten
in Hosen fühlt sich das erste Mal im Kilt anders und außergewöhnlich. Eine Sache ist die befürchtete, aber fast immer ausgebliebene Reaktion der Mitmenschen; die andere, wie man sich selbst am besten benehmen oder verhalten sollte um sich wohl und mehr sicher zu fühlen.

Das eigene Erscheinungsbild
Ihr Kilt an sich ist nicht lächerlich. Aber ein schlechter Geschmack ist, und in Verbindung mit dem Kilt, würde er noch deutlicher. Deshalb: Zum karierten Kilt muss alles, aber auch alles, was Sie noch dazu tragen, einfarbig sein und mit einer der Farben des Kilts übereinstimmen oder harmonieren.  
   Die Ledersachen, Gürtel und Sporran sollten entweder Schwarz oder Braun sein und zur Farbe Ihrer Schuhe passen.
  Auf den vier oberen Bildern ist die Farbe der Strümpfe mit dem Blau im Kilt abgestimmt. 

Und wie nun mit?
Also, die unvermeidliche Frage. Es scheint, als sei es bei einigen Kiltträgern nie der Fall, bei einigen immer, und bei einigen hängt es von der Situation ab.
   Was Sie wann und wo tun oder tun werden, ist Privatsache und sollte lieber so verbleiben. Denn genau die Spekulationen, ob nun auch oder nicht, könnten der Grund sein, warum eben der Kilt als einzige männliche Nicht-Hosenbekleidung bestens überlebt hat und sich nunmehr weit in nicht-schottische Kreise hineindringt. 

Richtig im Kilt sitzen
Einer der Vorteile der Hose ist, dass man total unbekümmert sitzen kann. Mit Shorts auch, nachdem ihre Beine nunmehr länger und schmaler (und unbequemer) geworden sind.   
   Frauen wissen fast per Instinkt, dass es im Rock oder Kleid nicht so einfach geht. Auch wenn sie schon lange meistens in Hosen gehen. Mit dem Kilt ist es ähnlich.


Kein normaler Mann will seine Unterhose der Öffentlichkeit zur Schau stellen, und noch weniger, sollte er im Kilt „regimental“ oder "commando" gehen, seine Geschlechtsteile.
   Deshalb IST ein bisschen Vorsicht angesagt.


Nie mit gespreizten Beinen sitzen, sondern sie stets zusammenhalten.
   Sitzen mit übergeschlagenen Beinen geht bedingt auch noch.  

Denken Sie auch daran, dass es Leute gibt, die wirklich gerne wissen möchten, ob es nun auch wahr wäre… und deshalb ständig einen Blick auf Sie und besonders Ihre Beine werfen (Restaurants, Bars, Bänke im öffentlichen Raum).


Wind
Da der Kilt schwer ist, bleibt er in den allermeisten Situationen, wo er bleiben soll.
   Es soll ziemlich windig sein, oder gar Böen geben, bevor eigentliche Gefahr besteht und dann immer hinten.
   Der Sporran hilft mit, den Kilt vorne im Position zu halten, und mit beiden Armen gegebenenfalls an Ihrer Seite, ist das Risiko einer Enthüllung stark reduziert.

So sitzen Sie im Kilt

Oder besser so

Der Utilikilt ist recht genial konstruiert. Beim Sitzen fällt er öfters von selbst zwischen die Beine. Doch beim stürmigen Wind ist der Utilikilt problematischer als der Tartankilt

Treppen und Rolltreppen
Bloß keine Angst dafür haben. Eine Exponierung würde eine Treppe etwa so steil wie einen Leiter fordern, und die Person, die Ihnen nachher hinaufkäme, müsse noch dazu sehr klein sein und buchstäblich direkt unter Ihnen stehen.

Bild rechts: Unrealistische Situation mit fast senkrechter Kamerapisition und selbst hier wird das Geheimnis nicht preisgegeben; nicht mal mittels Photoshop würde und sollte es Ihnen gelingen.    Deshalb keine Angst vor Treppen und Rolltreppen haben.

Nichts  enthüllt, aber Vorsicht mit den Beinen

Definitiv mehr Glück als Verstand

Eine Situation wie diese an Bord eines Fährschiffes riskieren Sie kaum im Kilt. Mir kam es vor, die Junge Dame im Bild wollte sich aus-stellen. Allerdings sie tat nichts um eine Exponierung zu verhindern.

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